Neues Fördersegment KfW-Effizienzhaus Denkmal ermöglicht günstige Hausfinanzierung bewohnter Baudenkmäler

Montag, 30. April 2012

KfW-Effizienzhaus Denkmal (Berlin, 30.04.2012) Die staatliche KfW-Bank vergibt Förderungen für verschiedene Maßnahmen, die eine insgesamt viel günstigere Immobilienfinanzierung möglich machen – egal ob für den Erwerb oder Neu-, An- oder Umbau einer Immobilie. Wer sich rechtzeitig und ausreichend über die Fördermöglichkeiten informiert, kann so nicht unerhebliche Summen sparen und trotz Wunschimmobilie schon in wenigen Jahren wieder schuldenfrei sein. In 2012 weitet die KfW-Bank die Förderungen für Wohngebäude-Sanierungen nochmals aus. Mit dem neuen Fördersegment „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ (Gültigkeit ab 1.4.2012) hat der Förderberechtigte die Möglichkeit, vergleichsweise einfach und trotzdem unter individueller Berücksichtigung der Gebäudekultur von erweiterten Förderungen für die Sanierung von Baudenkmälern und „besonders erhaltenswerter Bausubstanz“ zu profitieren. Für die genaue Beurteilung steht eine Reihe mit anerkannten Experten zur Verfügung, die dem Antragsteller entsprechend zur Seite stehen.

Die energetische Sanierung rechnet sich

Die erweiterten wohnwirtschaftlichen Förderprogramme sollen die nachhaltige Zukunftsfähigkeit bestehender Wohnimmobilien sichern. Mit den Programmen 151 und 152 nun können Eigentümer von bewohnten Baudenkmälern bzw. „sonstigen besonders erhaltenswerten, bewohnten Bausubstanzen“ nach der Einstufung der aktuellen Denkmalschutzgesetze für Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung Förderungen beantragen. Hierbei wird die Wohneinheit erstmals eigenständig als Einzelfall betrachtet. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn aufgrund der Erhaltungsvorschriften historischer Bausubstanz energetische Sanierungsmaßnahmen nicht in vollem Umfang (wie z.B. bei neueren Wohnimmobilien) möglich sind. Das mögliche Sanierungspotenzial wird dabei von Fachleuten (sog. „Energieberater im Denkmal“) ermittelt und nach Förderfähigkeit beurteilt. So können beispielsweise kulturell besonders wertvolle Fassaden trotz einer energetischen Sanierung beibehalten werden.

Was genau wird in welchem Umfang gefördert?

Zunächst einmal muss das bewohnte Gebäude der Einstufung einer „besonders erhaltenswerten Bausubstanz“ bzw. eines Denkmals lt. den geltenden Denkmalschutzgesetzen entsprechen. Eine Förderung ist dann nicht mehr allein vom Erreichen eines bestimmten Wertes für den Primärenergiebedarf abhängig, sondern kann ersatzweise auch durch Nachweis ausschöpfender Maßnahmenfülle Förderfähigkeit erlangen. Das bedeutet, dass eine Förderung auch dann beansprucht werden kann, wenn der Referenzwert für den Primärenergiebedarf nicht erreicht wird, das Sanierungspotenzial des Gebäudes aber unter Beachtung der Erhaltungswürdigkeit ausgeschöpft wurde. Die Förderung zielt insbesondere auf einen verbilligten Kredit bis max. 50.000 Euro Darlehenssumme bei Einzelmaßnahmen und max. 75.000 Euro je Wohneinheit ab. Eine anfängliche Tilgungsaussetzung ist dabei generell möglich. Die Grundlage für die Ermittlung des Darlehensbetrages bildet dabei die Sanierungsinvestition inklusive Nebenkosten. Besteht nicht die Notwendigkeit einer Kreditaufnahme, kann ggf. ein Direktzuschuss bei der KfW beantragt werden (Programmnummer 430).

Wie kann die Förderung erlangt werden?

Die Voraussetzungsprüfung sowie die Beantragung der Förderung über die Hausbank des Förderberechtigten müssen von Beginn einer Sanierungsmaßnahme erfolgen. Zu beachten sind die Notwendigkeit eines von einem anerkannten Sachverständigen unterzeichneten Antragsformulars sowie die weiteren notwendigen Anlagen. Direktzuschüsse müssen direkt vom Förderberechtigten bei der KfW beantragt werden. Die anerkannten Sachverständigen werden unter der Bezeichnung „Energieberater im Denkmal“ in einer Expertenliste veröffentlicht – weitere Information gibt es bei der KfW.

Fazit und weitere Fördermöglichkeiten

Das neue Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ ermöglicht Förderungen für energetische Wohnraumgestaltung unter Berücksichtigung der baukulturellen Bedeutung. Die möglichen Einsparungen bei der Finanzierung durch Inanspruchnahme der Förderkredite sind bemerkenswert: Es lohnt sich in jedem Fall, die Voraussetzungen zu prüfen. Weitere Förderungen der KfW zielen auf ähnliche Maßnahmen (energetische Sanierungen oder der Neubau von besonders energiesparenden Gebäuden) bei anderen Gebäudearten ab oder haben andere Zielsetzungen, wie barrierefreies Wohnen oder „Altersgerechtes Haus“ für umfassende Modernisierungen. Der finanzielle Spielraum für Immobilienfinanzierungen kann durch die Inanspruchnahme von Förderungen erheblich erweitert werden und führt letzten Endes zu schnellerer Entschuldung. Die vorausgehende, möglichst umfassende Information ist deshalb jedem Immobilieninteressenten zu empfehlen – dies ist auch für den Interessenten kostenlos möglich bei der KfW selbst oder beim einschlägigen Fachportal www.immokredit24.com im Internet.

Weitere Informationen

» KfW-Darlehen
» Fördersegment KfW-Effizienzhaus Denkmal

Hausfinanzierung: 10 Tipps für das Gelingen und Finden einer perfekt passenden Finanzierung

Montag, 19. Dezember 2011

Hausfinanzierung(Berlin, 19.12.2011) Wer plant, eine Immobilie zu erwerben oder zu bauen, muss sich auf die Suche nach der passenden Finanzierung machen. Dabei ist entscheidend, dass diese den angehenden Hauseigentümer nicht übermäßig belastet und bei Bedarf flexibel auf etwaige Veränderungen reagieren kann. Anhand der folgenden 10 Tipps kann der Interessent leichter entscheiden, ob eine Finanzierung Sinn macht und wenn ja, wie häufige „Fallen“ vermieden werden.

1. Eigenkapital und Einkommensverhältnisse prüfen

Das passende Traumhaus ist gefunden? Prima. Doch jetzt muss sich der Interessent genau überlegen, ob er sich das auch leisten kann. Experten empfehlen einen Eigenkapitalanteil von mindestens 20 bis 30 Prozent, abhängig vom regelmäßig zu erwartenden Einkommen und von der Darlehenssumme. Kostet das Haus (bzw. der Neubau) also beispielsweise 300.000 Euro, so sollten schon mindestens 60.000 Euro vorhanden sein. Je höher der Eigenkapitalanteil und je höher und sicherer das regelmäßige Einkommen (wie z.B. Gehalt), umso günstiger und risikoärmer wird die Finanzierung.

2. Die genauen Kosten reell abschätzen

Zu beachten ist hierbei, dass bei einer Immobilie nicht „nur“ der Kauf- bzw. Herstellungspreis, sondern auch diverse Nebenkosten berücksichtigt werden müssen. Hierzu zählen u.a. Notar- und Grundbuchkosten, Vermessungskosten usw. – außerdem müssen natürlich Lebenshaltungskosten und ggf. weiter zu zahlende Mieten während der Bauphase berücksichtigt werden. Vergünstigend können sich ggf. Eigenleistungen auswirken.

3. Einen Berater hinzuziehen

Man kann nicht alles selber wissen: Je nach persönlicher Situation muss die passende Finanzierungsform für die Hausfinanzierung gefunden werden (siehe unten) und ferner sollte vor der Anfrage eine Bedarfs- und Anfrageoptimierung durchgeführt werden. Hierzu sollte am besten ein professioneller Berater mit dem entsprechenden Know-how und einer breiten Marktübersicht hinzugezogen werden – dazu sind auch passende Immobilienportale im Internet, wie z.B. Immokredit24.com, geeignet.

4. Passende Finanzierungsform wählen

Für das benötigte Fremdkapital stehen unterschiedliche Finanzierungsformen zur Verfügung. Die günstigste Variante sind meist Förderkredite. Daher sollte zuerst geprüft werden, ob die Voraussetzungen für Förderungen (z.B. durch die KfW-Bank) vorliegen. Hiermit kann dann ggf. schon ein Teil des benötigten Fremdkapitals abgedeckt werden. Anschließend muss die passende Finanzierungsform aus den Angeboten der Kreditinstitute ausgewählt werden. Die gängigsten Finanzierungsvarianten sind das Annuitätendarlehen (sehr gut planbar, da immer gleichbleibende Raten und fest vereinbarter Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit), das Volltilgerdarlehen (führt zu schnellerer Entschuldung durch höhere Tilgung, daher nur für einkommensstarke Darlehensnehmer geeignet), das variable Darlehen (mit regelmäßigen Anpassungen des Zinssatzes, aber deutlich gesteigerter Flexibilität), das CAP-Darlehen (als Abart des variablen Darlehens, jedoch mit Vereinbarung einer Zinshöchstgrenze) sowie das Bauspardarlehen.

5. Notwendige Flexibilisierungsoptionen klären

Damit später eine schnellere Entschuldung oder die Anpassung an sich verändernde Einkommensverhältnisse möglich ist, sollten möglichst viele Flexibilisierungsoptionen im Finanzierungsvertrag vereinbart werden. Hierzu zählen u.a. kostenfreie Sondertilgungsmöglichkeiten, eine kostenfreie Anpassung des Tilgungssatzes usw.

6. Aussagekräftigen Angebotsvergleich durchführen

Ist die Anfrage unter Vorgabe der wichtigsten Eckdaten (Darlehenssumme, Tilgungssatz, Zinsbindungsfrist, Flexibilisierungsmöglichkeiten) erfolgt, erleichtert dies den folgenden Vergleich enorm. So können aus den Angeboten (es sollten möglichst viele Anbieter abgefragt werden) leichter die günstigsten Varianten für den individuellen Bedarf gefiltert werden.

7. Nachverhandeln!

Wurden die besten Angebote gefunden, sollte durchaus versucht werden, weitere Verbesserungen durch persönliche Nachverhandlung mit dem jeweiligen Kreditinstitut zu erreichen. Viele Kreditinstitute können durch eine solche Vorgehensweise zu weiteren kleinen Zugeständnissen bewegt werden, was letztlich für den Darlehensnehmer eine große finanzielle Erleichterung bedeuten kann.

8. Zwischenfinanzierungsbedarf klären

Bei üblichen Hausfinanzierungen für Neu- oder Anbauten werden die Darlehensbeträge meist gestaffelt nach Fertigstellung und entsprechendem Nachweis in Raten ausbezahlt. Doch in der Realität fallen oft schon vorher größere Summen an, die bezahlt werden müssen. Dies reicht von der Rechnung vom Vermessungsbüro bis zum Unternehmer für die anfänglichen Erdarbeiten. Es sollte also im Vorfeld bereits geklärt werden, wann was zu bezahlen ist. Bei reinen Hauskäufen wird dies in der Regel nicht notwendig sein.

9. Vor der Unterschrift alles in Ruhe durchlesen

Bevor ein – in der Regel langjährig verbindlicher – Finanzierungsvertrag unterschrieben wird, sollte der Darlehensnehmer sich in Ruhe alle Vereinbarungen (auch das „Kleingedruckte“) sorgfältig durchlesen. Ist etwas nicht verständlich oder benachteiligt es den Darlehensnehmer nach eigener Ansicht übermäßig, muss unbedingt Rücksprache mit dem Berater und der Bank gehalten werden.

10. Während der Darlehenslaufzeit immer wieder ein Blick auf die Finanzmärkte werfen

Eine Hausfinanzierung läuft in der Regel viele Jahre und ist für beide Seiten verbindlich. Doch nicht nur, wenn das Ende der Zinsbindungsfrist näherkommt, sollte sich der Darlehensnehmer am Markt nach einer günstigen Anschlussfinanzierung umsehen. Manchmal können sich Umschuldungen oder rechtzeitig vereinbarte Weiterfinanzierungen (Stichwort: Forward-Darlehen) durchaus rentieren, sogar wenn das Kreditinstitut eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet. Es kann sich also lohnen, von Zeit zu Zeit einmal einen Blick auf die aktuellen Angebote anderer Anbieter zu werfen. Auch hierbei können Immobilienportale wie Immokredit24.com wertvolle Dienste leisten!

Weitere Informationen

» Hausfinanzierung im Detail

http://www.immokredit24.com/hausfinanzierung.html

» Hausfinanzierung – Fragen und Antworten

http://www.immokredit24.com/baufinanzierung/fragen-und-antworten.html