Was ist bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung hinsichtlich Eigenkapital und Vergleichbarkeit von Angeboten zu beachten?

Dienstag, 12. April 2011

Die gewerbliche Immobilienfinanzierung weist aufgrund Ihrer verschiedenen Variationen hinsichtlich Objektart und Erwerbszweck erhebliche Unterschiede zur privaten Finanzierungsform auf. Egal, ob der Darlehensnehmer hier eine reine Kapitalanlage verwirklichen möchte oder die Umsetzung einer Erweiterung für sein Betriebsvermögen: Das Ziel soll eine mittel- bis langfristige Ertragssteigerung sein. Um diese zu optimieren, sollte die Finanzierung natürlich möglichst kostengünstig und flexibel sein.

Allerdings bietet sich aufgrund der Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten (z.B. Mietimmobilien, Lagerhäuser, Büroimmobilien, Markt- und Veranstaltungshallen etc.) allein schon kein einheitliches Bild bei der Suche nach dem günstigsten Kreditgeber bzw. den günstigsten Konditionen. Es ist daher von großer Bedeutung, dass sich der Erwerber bzw. Bauherr bereits im Vorfeld über die unterschiedlichen Varianten informiert, ein breites Basiswissen aneignet und zudem einen professionellen Partner sucht. „Falsch“ kann in diesem Zusammenhang nämlich nicht nur ein Vertrag mit ungünstigen Konditionen sein, sondern auch die gewählte Finanzierungsform an sich. Außerdem werden Finanzierungen für bestimmte Verwendungszwecke nicht von allen Kreditinstituten angeboten, sondern oft nur über Spezialinstrumentarien ermöglicht (beispielsweise Wohnungsgesellschaften, Immobilienfonds etc.).

Die Vergleichbarkeit von verschiedenen Angeboten kann erst dann sinnvoll sichergestellt werden, wenn die „passende“ Finanzierungsform gefunden wurde. Hinsichtlich des Eigenkapitals wird die Sache wieder etwas einfacher: Die Faustformel „je mehr Eigenkapital umso günstiger die Finanzierung“ greift in der Regel bei privaten wie auch bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen. Eine gewerbliche Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital ist in der Regel nicht möglich wie das  bei privaten Immobilienfinanzierungen der Fall ist. Als allgemeingültiger Ratschlag sollte gelten: Mindestens 20-25 % Eigenkapital sind absolut notwendig! Ausnahmen hierzu sind lediglich durch die in ihrer Ausgestaltung darauf nicht angewiesene Finanzierungen, z.B. öffentliche Finanzierungen und Finanzierungen über Immobilienfonds.

Private und gewerbliche Immobilienfinanzierung im Fokus

Montag, 12. Juli 2010

Private und gewerbliche Immobilienfinanzierung(Berlin, 12.07.2010) Sowohl private als auch gewerbliche Immobilienfinanzierungen haben Hochkonjunktur in Niedrigzinsphasen. Selten gab es solch historisch günstige Finanzierungsmöglichkeiten wie derzeit. Doch dies ist kein Grund, euphorisch das nächstbeste Angebot anzunehmen. Sowohl private als auch gewerbliche Käufer bzw. Bauherren sind gut beraten, vorher etwas Zeit zu investieren und sich über Voraussetzungen und wichtige Maßnahmen zu informieren, z.B. mit einem Besuch auf Immokredit24.com.

Große Unterschiede zwischen privater und gewerblicher Immobilienfinanzierung

Die Errichtung oder Sanierung von privat genutzten Immobilien (meist für Wohnzwecke) ist klar abzugrenzen von später zum Betriebsvermögen gehörenden gewerblichen Vorhaben. Ebenso unterschiedlich sind die Wege zur Erlangung eines Finanzierungsdarlehens. Private Finanzierungen werden in der Hauptsache von Einzelpersonen bzw. Lebensgemeinschaften beantragt. Anhand wichtiger Eckdaten werden Angebote eingeholt und unter Berücksichtigung der persönlichen Situation und den Vorlieben des Kreditnehmers verglichen. Gewerbliche Finanzierungen werden meist durch Firmen oder Beteiligungsgesellschaften beantragt und dienen entweder wohnwirtschaftlichen Zwecken (z.B. Wohnblocks) oder der gewerblichen Nutzung (Bürogebäude, Einkaufsmarkt, Arztpraxis usw.). Die Systematik in der Bearbeitung ist weitaus komplexer: So wird anhand eines zu erstellenden Risikoprofils das Geschäftsvorhaben von jedem Anbieter separat beurteilt und dementsprechend variantenreich sind die resultierenden Konditionen. Der Erfüllungsaufwand für die deutlich enger gefassten Voraussetzungen ist sehr viel höher. Auch die öffentliche Hand spielt eine große Rolle: So können Fördermittel bei gewerblichen Vorhaben im Vergleich zu privaten Anträgen anhand anderer (zusätzlich) erlaubter Gesichtspunkte bewilligt werden. Ggf. kann sogar ein Teilbetrag öffentlich finanziert werden.

Die grundsätzlichen Erfolgsaussichten für private und gewerbliche Finanzierungsanfragen

Durch die verschiedenen Beurteilungskriterien sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewilligung sehr unterschiedlich. Der private Antragsteller sollte auf seine Eigenkapital- bzw. Einkommenssituation achten und mit einem Finanzberater genau durchgehen, welches Finanzierungsmodell für seine persönliche Lebenssituation am besten geeignet ist. Schon vor Beantragung kann der Berater mit hoher Sicherheit erkennen, ob der Antrag eine gute Chance auf Bewilligung hat oder nicht. Anders bei der gewerblichen Finanzierung: Durch die unterschiedliche, manchmal auch subjektive Beurteilung der Darlehensgeber zum Risikoprofil der Investition können durchaus unerwartete Resultate folgen, z.B. eine Ablehnung oder eine Bewilligung mit deutlich abgeänderten Konditionen. Trotzdem (und gerade deshalb) ist die eingehende Beratung mit einem Finanzfachmann vor dem Prozess der Beantragung unabdinglich. So können viele Risikofaktoren von vornherein einkalkuliert bzw. minimiert werden.

Vorgehensweise für die Darlehensbeantragung

Da viele Aspekte beachtet werden müssen (bei gewerblicher Immobilienfinanzierung in noch vielfältigerer Weise als bei der privaten Variante) sollten sich der oder die Darlehensnehmer vorab sehr gut informieren und am Markt umschauen. Der Kontakt zu einem unabhängigen Finanzierungsberater – z.B. mittels eines Besuches des Fachportals Immokredit24.com – ist Grundvoraussetzung, da kaum jemand allein alle Aspekte überschauen kann. Sodann folgt die eigene Bewertung und Analyse, die zu den Merkmalen der benötigten Eckdaten (wie z.B. Darlehenssumme, Zinsbindungsfrist, Tilgungssatz, Beanspruchung von Fördermitteln oder Sondertilgungsvereinbarungen) führt. Aufgrund der gleichlautenden Antragsdaten können dann unterschiedliche Angebote verglichen und der oder die für die individuelle Verwirklichung beste(n) Partner selektiert werden.

Weitere Informationen:

» Immobilienfinanzierung
» Gewerbliche Immobilienfinanzierung
» Immobilie als Kapitalanlage