Nach welchen Prüfkriterien wird derzeit eine Darlehenszusage erteilt?

Mittwoch, 14. März 2012

Die Kreditinstitute prüfen grundsätzlich jeden Darlehensantrag nach einem bestimmten Ablauf. Bei privaten Immobilienfinanzierungen sind die Prüfungen auf Kreditfähigkeit (hierbei sind z.B. Volljährigkeit, Geschäftsfähigkeit und auch freie finanzielle Entscheidungsgewalt wichtig), Kreditwürdigkeit (z.B. Bonitätsprüfung, Rückzahlungsfähigkeit und finanzielle Situation inkl. ggf. zusätzliche Kriterien bei Selbständigen) und natürlich auf das Vorhandensein der notwendigen Sicherheiten üblich. Die Immobilie, welche zur Sicherheitsleistung im Grundbuch mit einem entsprechenden Hypothekenvermerk eingetragen werden muss, kann bei Immobiliendarlehen üblicherweise bis 60 oder maximal 70 Prozent beliehen werden.

Es gibt auch einige wenige Anbieter, die eine 100-prozentige Beleihung akzeptieren – das dadurch entstehende höhere Risiko äußert sich jedoch meist in ungünstigeren Baufinanzierung Konditionen oder der Notwendigkeit, weitere Sicherheiten zu hinterlegen. Immer müssen ebenfalls Einkommensnachweise vorliegen, da ungedeckte (also ohne Einkommensnachweis vergebene) Darlehen bei den Banken nicht üblich sind. Werden die dargelegten Kreditsicherheiten positiv bewertet, erfolgt in der Regel die schriftliche Darlehenszusage mit dem Darlehensvertrag. Ein solches verbindliches Angebot der Bank muss der Kreditnehmer noch unterschreiben, bevor ein wirksamer Vertrag entsteht.

Vereinfacht dargestellt, wird eine Darlehenszusage nur erteilt, wenn der Darlehensgeber sicher sein kann, den Darlehensbetrag nebst Zinsen auch wieder zurück zu erhalten. In der jüngsten Vergangenheit hat sich jedoch herausgestellt, dass viele Kreditprüfungen sehr viel intensiver durchgeführt werden und die Kriterien zunehmend schleppender als positiv bewertet werden. Die Kreditausfälle im Zuge der Banken- und Euro-Krise haben viele Kreditinstitute weltweit in große Nöte gebracht: „Faule“ Kredite gefährden das Bankensystem an sich und werden bei aktuell stärker werdender Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen zum großen Problem, wenn ihnen kein Einhalt geboten werden kann.

Ist Bausparen noch zeitgemäß?

Dienstag, 24. Januar 2012

In den aktuellen Zeiten sehr niedriger Kreditzinsen und relativ hoher Inflationsrisiken stellt sich die Frage, ob für die Realisierung eines Immobilienwunsches der Abschluss eines Bausparvertrages noch sinnvoll ist. So ist doch der Sinn eines Bausparvertrages nach allgemeinem Verständnis der, dass nach der Zuteilungsreife ein sehr günstig konditioniertes Darlehen in Anspruch genommen werden kann. Doch warum eine langjährige Ansparphase mit extrem niedriger Verzinsung und Inflationsanfälligkeit hinnehmen, um anschließend ein günstig konditioniertes Darlehen zu erhalten, was man direkt mit einer Bank zu ähnlichen Konditionen auch heute abschließen kann?

Diese Frage ist sicher nicht unberechtigt, doch gibt es einige Dinge zu beachten: So können beispielsweise – je nach persönlichen Einkommensverhältnissen – bei Bausparverträgen staatliche Leistungen hinzukommen (wie z.B. Vermögenswirksame Leistungen oder Wohnungsbauprämie). Außerdem wird die Eigenkapitalbasis gestärkt, was sich positiv auf das Risiko eines Rückzahlungsausfalles für den Darlehensnehmer auswirkt. Bei Zuteilungsreife kann dann entschieden werden, ob ein Darlehen in Anspruch genommen wird, dessen Zins bereits bei Abschluss des Bausparvertrages bekannt ist (günstig z.B. bei steigenden Zinsen am Kreditmarkt) oder ob das Guthaben des Bausparkontos ausgezahlt werden soll. So bleibt der Bausparer flexibel und kann nicht nur von staatlichen Förderungen profitieren, sondern auch flexibel entscheiden, was mit dem angesparten Kapital passieren soll. Ob Bausparen also sinnvoll ist oder nicht, entscheidet die persönliche Situation: Je nach Einkommen und Vermögen kann Bausparen sehr wohl eine alternative oder zusätzliche Form für eine passende Immobilienfinanzierung darstellen.

Die klassische Baufinanzierung

Donnerstag, 14. Juli 2011

Es gibt viele Wege um zu den eigenen vier Wänden zu kommen. Viele Menschen entscheiden sich dabei für die klassische Lösung einer Baufinanzierung: Diese sieht eine Eigenkapitaldecke von mindestens 20% vor und bedeutet in erster Linie keine Spekulation hinsichtlich der Baufinanzierungskonditionen. Die Konditionen werden für mehrere Jahre festgeschrieben. Bei den meisten liegt die Zinsfestschreibung der Baufinanzierung Konditionen bei 10 Jahren.

Fremdwährungsdarlehen, variabel verzinsliche Darlehen mit Cap, endfällige Darlehen – all diese Anlageformen werden von den sicherheitsorientierten Kreditnehmern gemieden. Eine klassische Baufinanzierung besteht aber nicht unbedingt nur aus einem Bankdarlehen. Die Einbindung der öffentlichen Fördermittel durch ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Darlehen) gehört ebenfalls dazu. Hier kommt es allerdings auf das Förderprogramm an. Manche Förderprogramme der KfW bieten wirklich günstige Baufinanzierungskonditionen an, die deutlich unter dem Marktniveau liegen. Das sind meistens Förderprogramme, die auf Energiesparmaßnahmen abzielen oder alternative Energieformen fördern. Andere Förderprogramme der KfW-Bank sind im Hinblick auf die Baufinanzierungskonditionen nicht unbedingt die günstigeren. Die Baufinanzierungskonditionen einer Geschäftsbank können sogar günstiger sein.

Des Weiteren wird bei einer klassischen Baufinanzierung der gesamte Finanzierungsbedarf häufig in zwei bis drei Darlehen geteilt – etwa ein größeres Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung und ein kleineres mit fünfjähriger Zinsbindung. Man geht davon aus, dass das kleinere Darlehen in fünf Jahren komplett zurückbezahlt werden kann, und zahlt daher etwas weniger Zinsen, da diese bei einem fünfjährigen Darlehen geringer sind, als bei einem Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindungsdauer. Wenn die Rückführung nicht möglich sein wird, so hoffen die Kreditnehmer auf fallende Zinsen in fünf Jahren. Diese Vorgehensweise ist insbesondere in Hochzinsphasen zu beobachten. In Niedrigzinsphasen wird meistens von steigenden Zinsen ausgegangen. In solchen Zinsphasen wird weniger gesplittet.

Vergleich Baufinanzierung: Ein Vergleich lohnt sich immer, doch es gibt auch grundsätzlich Beachtenswertes

Samstag, 18. Juni 2011

Die jüngste Niedrigzinsphase ist beendet und viele Experten erwarten in den kommenden Monaten und Jahren wieder steigende Zinsen. Dies bedeutet auch steigende Finanzierungskosten für eine Baufinanzierung. Viele Bauherren neigen nun dazu, noch schnell eine Finanzierung zu möglichst niedrigen Zinssätzen abzuschließen. Von dieser „hektischen“ Aktivität sollte jedoch gerade bei einer so weit reichenden Entscheidung nur abgeraten werden. Viel wichtiger sind gute Beratung und die Aneignung von detailliertem Wissen, um notwendige Basisdaten für das geplante Vorhaben selbst besser einschätzen zu können. Bei privaten wie gewerblichen Bauvorhaben ist zum Beispiel der Eigenkapitalanteil ein erheblicher Faktor, der nicht nur über Höhe und Dauer der Verschuldung entscheidet – sondern auch über die Finanzierungskosten. Ist die Bauherrschaft in der Lage, mehr eigene Mittel einzubringen, sinkt die Beleihungsgrenze und auch dadurch wird das Darlehen bereits günstiger.

Der Vergleich der Darlehensangebote selbst ist nur dann sinnvoll möglich, wenn die Anfrage unter Angabe identischer Eckdaten erfolgte. Neben dem Baufinanzierung Vergleich selbst sollten auch alternativ gestaltete Möglichkeiten (Darlehensvarianten, Fördermöglichkeiten, Risikominimierung durch Behalt eines Eigenkapitalanteils mit der Möglichkeit zu einer erweiterten Sondertilgung etc.) geprüft werden. Sind alle Varianten geprüft und ein günstiges Angebot durch ausgiebigen Vergleich gefunden, muss nachverhandelt werden. Der Darlehensvertrag sollte möglichst stark auf die individuelle Situation zugeschnitten sein. Teilweise kann dies bereits bei der Darlehensanfrage mit eingebracht werden. Tipps, Ratschläge und Betreuung zur gesamten Thematik bieten auch einige Internetportale mit Schwerpunkt Baufinanzierung, z.B. Immokredit24.com. Also lieber erst mal in Ruhe prüfen und gut überlegen, bevor vorschnell ein Finanzierungsvertrag abgeschlossen wird, der später schnell zu finanziellen Nachteilen führen kann!

Modernisierungskredit: Worauf kommt es an?

Montag, 23. Mai 2011

Modernisierungskredit (Berlin, 23.05.2011) Zur Realisation eines geplanten Umbaus bzw. einer Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahme einer Wohnimmobilie wird meist ein entsprechender Kredit benötigt. Dieser Kredit unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von einer Immobilienfinanzierung. Es handelt sich von der Grundbeschaffenheit her mehr um einen zweckgebundenen Ratenkredit, der unter bestimmten Voraussetzungen und Konditionen von vielen Banken offeriert wird. Bereits ab ca. 1.500 Euro können solche Darlehen in Anspruch genommen werden. Übliche Höchstgrenzen liegen bei 40.000 oder 50.000 Euro. Welche Kriterien besonders beachtenswert sind und welche Voraussetzungen für einen sinnvollen Vergleich vorliegen müssen, sollte dabei vor Anfragestellung vom Interessenten in Erfahrung gebracht werden.

Wie ist der Ablauf zur Erlangung eines Modernisierungskredits?

Die Anfrage erfolgt am besten über entsprechende Finanzierungsvermittler resp. unabhängige Immobilienportale im Internet oder über einen unabhängigen Fachberater, damit ein individuell angepasster, markgerechter und umfassender Vergleich möglich ist. Je nach persönlichen Verhältnissen sollten im Voraus die Belastungsgrößen für die monatliche Ratenzahlung etc. fixiert werden. Genaue Kenntnis über die benötigte Darlehenssumme und ggf. die Einbeziehung von Fördermöglichkeiten sollte vor einer Anfrage erlangt werden, was fachlich versierte Vermittler mit der Hilfe des Interessenten entsprechend ermitteln können. Eine Darlehensvergabe erfolgt im Gegensatz zu einer Immobilienfinanzierung ohne einen Grundbucheintrag als Sicherheitsleistung. Damit ist die Realisierung eines Modernisierungskredits viel unbürokratischer, ohne größere Nebenkosten und generell einfacher zu handeln als die Immobilienfinanzierung. Eine ggf. existierende Hypothekenbelastung der Immobilie ist bei der Voraussetzungsprüfung kein Problem. Nach positivem Entscheid steht das gesamte Darlehen in der Regel binnen weniger Tage zur Verfügung.

Wie sind die üblichen Konditionen?

Der Kredit wird üblicherweise zu Festkonditionen, d.h. zu einem jeweils über die gesamte Laufzeit festgelegten Zins und Ratenbetrag (zusammengesetzt aus Zins und Tilgungsanteil) vergeben. Dabei variieren die möglichen Laufzeiten meist zwischen 1 Jahr und 7 Jahren. Die Zinshöhe orientiert sich mehr an vergleichbaren Ratenkrediten als an einem Immobilienkredit, da hier unterschiedliche Sicherheiten maßgeblich sind. Bei einigen Kreditinstituten ist durch die Festlegung des Verwendungszwecks die Erzielung von günstigeren Konditionen als bei einem verwendungsfreien Ratenkredit möglich – es muss genau geprüft werden, welche Möglichkeiten jeweils bestehen! Wohneigentum wird durch die Zweckverwendung der gewährten Mittel nämlich substanziell erhalten oder gar im Wert erhöht, dies findet durchaus Berücksichtigung bei der Konditionierung der Kreditverträge. Oft gibt es auch die Möglichkeit, die erste Ratenzahlung nicht im Folgemonat der Kreditauszahlung, sondern z.B. erst nach 3 Monaten zu leisten. Ebenso sollten Sondertilgungen auf den gewährten Kredit kostenfrei möglich sein. Sollen Leistungen z.B. für Energiesparmaßnahmen mit dem Kredit bezahlt werden, ist unter Umständen gar die Inanspruchnahme von Fördermitteln möglich. Dies kann in Form von Tilgungszuschüssen oder auch einem generell verbilligten Kredit erfolgen. So bietet die KfW-Bankengruppe beispielsweise staatlich bezuschusste Modernisierungskredite für die Gebäudesanierung (CO2) oder die Wohnraummodernisierung im Sinne der Energieeinsparung an. Da die Voraussetzungen und Konditionen hierfür stetigen Änderungen unterworfen sind, sollte auch dies mit dem gewählten Berater eingehen erörtert werden.

Fazit

Der Modernisierungskredit ist die richtige Form der Finanzierung wenn Wohneigentum umgebaut, saniert oder modernisiert werden soll. Im Gegensatz zum Immobilienkredit wird hier jedoch auf die Grundschuldeintragung als Sicherheit verzichtet, was zu geringeren Nebenkosten aber auch zu geringfügig höheren Kreditzinsen führt. Wichtig ist die rechtzeitige (vor Kreditbeantragung!) Information über Möglichkeiten der Ausgestaltung unter Berücksichtigung möglicher Förderungen. Der Modernisierungskredit sollte am besten mittels eines fachkundigen und unabhängigen Vermittlers beantragt werden.

Weitere Informationen

» Modernisierungskredit – bis 50.000 EURO zu festen Konditionen und ohne Grundbucheintrag

http://www.immokredit24.com/kredit/modernisierungskredit-wohnkredit.html

» Modernisierungsdarlehen – Kredit oder Hypothek?

http://www.immokredit24.com/baufinanzierung/modernisierungsdarlehen.html

Baufinanzierung: Kombi-Darlehen bieten hohe Flexibilität bei moderater Zinsbelastung

Freitag, 25. März 2011

Kombi-Darlehen(Berlin, 25.03.2011) Eine Variante des bekannten Annuitätendarlehens mit gleichzeitig höherer Sondertilgungsmöglichkeit zu günstigen Konditionen ist das immer beliebter werdende Kombi-Darlehen. Hierbei können bis zu maximal 50% der Darlehenssumme als spezieller Sondertilgungsanteil vereinbart werden, der monatlich ganz oder teilweise zurückgezahlt werden kann. Für diesen Teil des Darlehens orientiert sich der Sollzinssatz am 3-Monats-Euribor (EURO INTERBANK OFFERED RATE = Zinssatz für Termingelder im Interbankengeschäft), während der Rest des Darlehens (mind. 50% der Darlehenssumme) als herkömmliches Annuitätendarlehen mit langfristiger Zinsbindung (mind. 5 Jahre) läuft. Da der Euribor eine variable Größe ist, besteht so die Möglichkeit von Zinssenkungen zu profitieren. Eine Anpassung des Zinssatzes erfolgt alle 3 Monate. Der Kreditnehmer ist dabei jederzeit in der Lage (z.B. bei steigenden Zinsen), den Sondertilgungsanteil in einen fixen Darlehensteil mit gebundenem Zinssatz umzuwandeln.

Für wen empfiehlt sich ein Kombi-Darlehen?

Bei der Vereinbarung von Sondertilgungsmodalitäten muss der Kreditnehmer beim herkömmlichen Annuitätendarlehen im Regelfall mit einer Verschlechterung der Konditionen rechnen. Ist aber gerade die flexible Ausgestaltung mittels weitreichender Sondertilgungsmöglichkeiten für den Immobilienerwerber wichtig (z.B. aufgrund einer zu erwartenden Erbschaft, Versicherungsleistung o.ä.), so stellt das Kombi-Darlehen eine günstige Alternative zum regulären Annuitätendarlehen dar. Dort würden diese Möglichkeiten meist nämlich zusätzlich eingepreist. Ferner bietet die Teilflexibilisierung des Zinssatzes die Möglichkeit an Zinssenkungen zu partizipieren. Im gegenteiligen Falle kann der „Flex-Teil“ jederzeit zu einem regulären langfristig gebundenen Darlehen zu den aktuellen Konditionen umgewandelt werden.

Welche Vor- und Nachteile birgt ein Kombi-Darlehen und welche Alternativen gibt es?

Neben der schon angesprochenen höheren Flexibilität bei den Tilgungsmöglichkeiten wird der Anteil des „flexiblen“ Darlehensteils oftmals nicht in die Gesamtbeleihung eingerechnet. Dies bedeutet oftmals günstigere Konditionen für den fixen Darlehensteil. Die kurze Zinsbindung (3 Monate) des flexiblen Teiles kann jedoch Vor- und Nachteil zugleich sein: Bei Zinssenkungen verringert sich die Belastung des Darlehensnehmers, bei Erhöhungen steht er vor der Entscheidung, eine höhere Belastung zu Gunsten der ausgeweiteten Sondertilgungsmöglichkeiten in Kauf zu nehmen oder doch wieder auf diese zu verzichten und eine neue langfristige Bindung einzugehen (die dann meist mit konditionellen Nachteilen verbunden ist). Die Planungssicherheit wird damit durch mögliche Zinsschwankungen reduziert. Daher sollten die Möglichkeiten des regulären Annuitätendarlehens vorab eingehend geprüft werden: Oft können auch Sondertilgungsmöglichkeiten in „herkömmlichen“ Annuitätendarlehen bis zu gewissen Grenzen ohne Konditionsverschlechterung vereinbart werden. Dagegen steht wiederum die einfache Kündbarkeit von flexiblen Darlehensteilen ohne weitere Kosten. Wird hingegen ein Annuitätendarlehen mit langfristiger Zinsbindung gekündigt, berechnet die Bank Vorfälligkeitsentschädigungen.

Weitere Darlehensformen mit flexiblen Anteilen können sein:
- Das Cap-Darlehen, welches ein variables Darlehen mit vereinbarter Zinsobergrenze darstellt. Hierfür wird jedoch in der Regel ein Zinsaufschlag berechnet.
- Das Flex-Darlehen, welches den kompletten Darlehensbetrag als variables Darlehen (Orientierung am 3-Monats-EURIBOR) zur Verfügung stellt. Ein Wandlungsrecht in ein Darlehen mit langfristiger Sollzinsbindung ist gegeben. Grundsätzlich ist dieses Darlehen nur geeignet, wenn mit fallenden Zinsen gerechnet wird.

Fazit

Kombi-Darlehen können eine gute Wahl sein, wenn der Kreditnehmer berechtigte Gründe für ein teilflexibles Darlehen hat. Wird in naher Zukunft eine größere Summe erwartet, ist eine entsprechende Sondertilgungsvereinbarung für ein langfristig gebundenes Darlehen meist nur mit Aufschlägen möglich. Die für den flexiblen Teil anfallenden Zinsen können allerdings bei ungünstiger Marktentwicklung auch später zu einer Gesamtverteuerung führen. Ferner wird die Bindung an die Bank durch die Teilflexibilisierung erhöht: Soll nämlich später doch in ein langfristig gebundenes Darlehen umgewandelt werden, wird dies bei anderen Banken zu sehr deutlichen Aufschlägen führen, da ja bereits ein solches Darlehen besteht.

Weitere Informationen

» Kombi-Darlehen – hohe Flexibilität bei moderater Zinsbelastung

http://www.immokredit24.com/baufinanzierung/kombi-darlehen.html

» Baufinanzierungen – individuelle Finanzierungsformen

http://www.immokredit24.com/baufinanzierung.html

Konstant-Darlehen bieten hohe Kalkulationssicherheit bei der Baufinanzierung

Donnerstag, 17. Februar 2011

Konstant-Darlehen(Berlin, 17.02.2011) Die mit Abstand bekannteste Form der Bau- bzw. Immobilienfinanzierung ist das Annuitätendarlehen. Doch das Angebot der Finanzierungspartner umfasst viele weitere Finanzierungsvarianten, die je nach persönlicher Situation oder den aktuellen Marktgegebenheiten eventuell die bessere Alternative darstellen. Ein solches Beispiel ist das sog. Konstant-Darlehen. Diese Finanzierungsform entstand aus der Kombination eines Annuitätendarlehens mit einem Bausparvertrag. Ziel ist die höchstmögliche Zinssicherheit. Die Finanzierungspartner (die Bausparkassen) lassen sich dies aber auch durch Aufschläge auf den aktuellen Marktzins bezahlen, weshalb immer gut verglichen werden sollte.

Wie funktioniert ein Konstant-Darlehen?

Bei einem Konstant-Darlehen bleibt die monatliche Rate bis zur vollständigen Darlehenstilgung immer konstant. Die Laufzeit kann dabei bis zu 30 Jahre betragen, eine Beleihung ist sogar bis zu einem Auslaufwert von über 110% möglich. Das alles liest sich zunächst gut und stellt natürlich für den Darlehensnehmer eine große Planungssicherheit dar. Grundsätzlich kann dabei beim Abschluss eines Konstant-Darlehens zwischen zwei Varianten gewählt werden. Bei beiden Varianten müssen faktisch zwei Verträge abgeschlossen werden, nämlich ein Bausparvertrag und ein Darlehensvertrag. Bei der Variante 1 nun wird ein Teil der Darlehensauszahlung als Sofortansparung auf den Bausparvertrag transferiert. Im Weiteren wird die monatliche Rate zu einem kleinen Teil als Bausparregelleistung und zum größeren Teil als Zinsleistung für das Darlehen aufgeteilt. Die Zuteilung des Bausparvertrages dient dann als Tilgungsleistung für das Darlehen und löst dieses somit ab. Bei der Variante 2 werden die beiden Verträge mit der identischen Summe für das Darlehen sowie die Bausparsumme abgeschlossen. Die monatlichen Raten dienen dann zu einem hohen Anteil der Ansparung auf den Bausparvertrag und zu einem kleineren Teil der Zinsbefriedigung für das Darlehen. Da der Bausparvertrag so relativ zügig zur Zuteilung gelangt, wird dieser Betrag inklusive Verzinsung dann als Tilgungsleistung herangezogen. Fortan wird dann die monatliche Rate zur weiteren Tilgung und Zinsleistung genutzt.

Welche Vor- und Nachteile birgt ein Konstant-Darlehen?

Wie schon weiter oben beschrieben, sind die Planungssicherheit wie auch die Möglichkeit einer ausgedehnten Beleihungsgrenze sowie eine mögliche hohe Laufzeit prägnante Vorteile für den Darlehensnehmer. Weitere Vorteile können z.B. staatliche Förderungen für den Bausparvertrag (z.B. Wohnungsbauprämie, VL) oder auch die Möglichkeit einer anfänglichen bereitstellungsfreien Zeit (bis zu 6 Monate) sein. Nicht immer jedoch lohnt sich dies, denn der Aufpreis (verglichen mit dem Marktzinssatz für „normale“ Annuitätendarlehen) ist in vielen Fällen recht hoch. Hinzu kommt, dass eine frühes „Aussteigen“ so gut wie nicht möglich ist. Bei Annuitätendarlehen können (bei entsprechender Vereinbarung) z.B. Sondertilgungen zu einem früheren Finanzierungsende beitragen. Zusätzliche Kosten können auch in Form der Abschlussgebühren für den Bausparvertrag entstehen. Jeder Interessent ist also zunächst einmal gut beraten, vielfältige Vergleiche anzustellen und sich darüber klar zu werden, ob ihm die Sicherheit und die Ausgestaltungsmöglichkeiten seines Vertrages den verlangten Aufpreis wert sind. Gut geeignet für solcherlei Vergleiche (und auch für den späteren Abschluss) sind spezialisierte Internetportale (z.B. Immokredit24.com) oder entsprechende Finanzierungsberater. Zu berücksichtigen sind in jedem Falle auch die aktuellen Marktbedingungen. In Niedrigzinsphasen (wie aktuell noch vorherrschend) können durch die Finanzierungsvariante mit einem Konstant-Darlehen so beispielsweise relativ niedrige Zinsen auch für die Zukunft gesichert werden.

Fazit

Konstant-Darlehen können – je nach persönlicher Situation und Marktlage – eine interessante und lohnende Alternative zum herkömmlichen Annuitätendarlehen sein. Je klarer die Finanzierungsvorstellung und das Wissen über die alternativen Konditionen für die Realisation des Vorhabens sind, umso besser kann der Darlehensnehmer die Vor- und Nachteile einschätzen. Daher sollte ein Vertragsabschluss immer erst nach ausführlicher und breiter Informationseinholung erwogen werden.

Weitere Informationen

» Konstant-Darlehen – Baufinanzierung mit Kalkulationssicherheit
» Konstant-Darlehen – Vorteile und Nachteile

Volltilger-Darlehen: Mit Sicherheit günstig schuldenfrei

Freitag, 01. Oktober 2010

Volltilger-Darlehen(Berlin, 01.10.2010) Volltilger-Darlehen (oder auch Konstantdarlehen) sind eine Abart des Annuitätendarlehens mit kompletter Tilgung der Hypothek über eine vorher festgelegte Laufzeit. Der zeitliche Rahmen sowie die regelmäßigen Belastungen sind von vornherein unabänderlich festgelegt und ermöglichen so eine hervorragende Transparenz für die Gesamtfinanzierung. Doch was sind die Vor- und Nachteile und für wen ist diese Darlehensvariante geeignet?

Viele Vorteile und kaum Nachteile

Die Laufzeiten betragen in der Regel zwischen 10 und 20 Jahren bei vorab fixiertem Zinssatz sowie genauem Tilgungsplan. Nach Ablauf der Laufzeit ist die Hypothek vollständig getilgt. So entsteht kein Zinsrisiko, keine Notwendigkeit für Nachverhandlungen und durch die im Vergleich zu „normalen“ Annuitätendarlehen kürzere Laufzeit auch weniger Zinsbelastung. Der Darlehensnehmer kennt im Voraus den Zeitraum und damit die Tilgungsrate sowie die monatliche, homogene Ratenbelastung bis zur vollständigen Darlehenstilgung. Allerdings sind im Gegensatz zum klassischen Annuitätendarlehen keine Sondertilgungen oder Tilgungsaussetzungen möglich. Ein Volltilger-Darlehen darf weder nach „oben“ noch nach „unten“ von den zuvor fixierten Konditionen abweichen. Dies alles bedeutet eine extrem hohe finanzielle Planungssicherheit. Zudem bedeuten Zeiten niedriger Zinsniveaus (wie sie derzeit vorherrschen) auch, dass solche Volltilger-Darlehen günstig zu bekommen sind. Dies liegt daran, dass der günstige Zinssatz als Basis zur Berechnung des Zinses für das geplante Volltilger-Darlehen dient. Dieser Zins kann dann bis zur vollständigen Tilgung nicht mehr geändert werden, auch wenn das allgemeine Zinsniveau wieder steigt. Die Hauptzielgruppe für Volltilger-Darlehen sind einkommensstarke Darlehensnehmer mit guter Bonität, welche so ihre Gesamtfinanzierungskosten erheblich mindern können. Dies ist natürlich für jeden Darlehensnehmer interessant, doch nicht jeder kann sich diese Form der Tilgung leisten, denn: Bei durchaus üblichen anfänglichen Tilgungsraten von mindestens 3 Prozent (bei nur 10-jähriger Laufzeit sogar knapp 8 Prozent!) ist diese Darlehensvariante eher etwas für Bauherren, die eine solche monatliche Belastung auch problemlos schultern können, da die Raten entsprechend hoch sind. Aus diesem Grund erfolgt natürlich kreditinstitutsseitig eine entsprechende Prüfung und Bewertung der Vermögens- und Einkommenssituation des Antragstellers.

Vergleichbarkeit mit anderen Darlehensformen

Vergleichbar sind Volltilger-Darlehen prinzipiell durchaus mit Konstantdarlehen bei Bausparkassen. Die Unterschiede liegen jedoch darin, dass keine Ansparphase oder anderweitige Verknüpfungen mit unterschiedlichen Darlehensformen stattfinden. Ein reines Volltilger-Darlehen ist daher nicht nur einfacher nachzuvollziehen, sondern auch mit überaus klarer Kostenstruktur ausgestattet. Ansonsten sind Volltilger-Darlehen mit herkömmlichen Annuitätendarlehen vergleichbar, allerdings mit den bereits geschilderten Unterschieden in der strukturellen Gestaltung (Volltilgung mit vorher fixierter Laufzeit und Tilgung sowie festem Zinssatz).

Fazit

Wer den Nachteil hoher Ratenzahlungen über einige Jahre aufgrund seiner Einkommens- oder Vermögenssituation nicht zu fürchten braucht, sollte sich unbedingt diese Darlehensvariante näher anschauen. Sie bietet neben klaren Strukturen auch eine eindeutig kalkulierbare, günstige und sichere Darlehensrückzahlung und befreit den Kreditnehmer von weiterführenden Überlegungen. Weitere Informationen und Angebote können unter Immokredit24.com eruiert werden. Es kann sehr lohnenswert sein, die Möglichkeiten zum Abschluss eines Volltilgerdarlehens anhand der eigenen Situation zu prüfen!

Weitere Informationen:

» Volltilgerdarlehen – geringe Kosten, schnelle Tilgung
» Darlehensarten – Welche Darlehensarten gibt es?

Volltilgerdarlehen – eine interessante Art der Baufinanzierung

Dienstag, 06. April 2010

Die meisten Baufinanzierungen, die abgeschlossen werden, haben eine längere Phase der Zinsfestbindung. Während dieser Zeit bleibt der Zins für das Baufinanzierungsdarlehen konstant. Ein Zinsänderungsrisiko besteht immer zum Ablauf der Zinsfestbindung. Dann muss der Zins neu verhandelt werden.

Anders verhält es sich bei Volltilgerdarlehen. Hier wird der Zinssatz für die gesamte Kreditlaufzeit festgeschrieben. Es besteht damit eine absolute Zinssicherheit – mehr Zinssicherheit ist nicht möglich. Die Kreditlaufzeit ist allerdings auf maximal zwanzig Jahre beschränkt. Die Rückführung der Baufinanzierung wird so gestaltet, dass mit Ablauf der Kreditlaufzeit das gesamte Darlehen getilgt ist. Hier wird der Tilgungsanteil in Abhängigkeit von der Kreditlaufzeit vorgegeben. Im Gegensatz zu einem Annuitätendarlehen kann der Kreditnehmer den Tilgungsanteil nicht frei wählen.

Ein Volltilgerdarlehen ist die ideale Lösung für diejenigen, die ihre Baufinanzierung schnell und sicher zurückbezahlen möchten. Da der Tilgungsanteil im Vergleich zu einem Annuitätendarlehen relativ hoch ist, ist die laufende Kreditbelastung ebenfalls etwas höher.
Dafür hat der Kreditnehmer jedoch die vollkommene Sicherheit hinsichtlich der Höhe der Kreditrate – und zwar für die gesamte Laufzeit. Das Zinsänderungsrisiko wird auf diese Weise vollständig ausgehebelt. Gerade in Zeiten der niedrigen Zinsen sind Volltilgerdarlehen sehr gefragt. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus relativiert sich der hohe Tilgungsanteil, wenn die Gesamtrate mit einem Annuitätendarlehen verglichen wird, das in einer Hochzinsphase abgeschlossen wurde.

Bei einem Volltilgerdarlehen muss die Kreditlaufzeit eingehalten werden. Eine vorzeitige Rückführung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Sondertilgungen sind meistens nicht zugelassen oder nur gegen Zinsaufschlag möglich. Die Zinssätze für Volltilgerdarlehen sind meistens etwas günstiger als die Zinsen für Annuitätendarlehen. Auf diese Weise bepreist die Bank die bessere Kalkulierbarkeit eines Volltilgerdarlehens.

Wie werden Konditionen für ein Forward Darlehen ermittelt?

Dienstag, 09. März 2010

Bei einem Forward Darlehen wird ein aktueller Zinssatz für die Zukunft gesichert. Die Konditionen für ein Forward Darlehen werden dabei aus der aktuellen Zinsstrukturkurve abgeleitet. Die heutige Zinsstrukturkurve beinhaltet bereits eine Aussage über die künftigen Zinsen. Das Prinzip ist auf dem Grundsatz der Arbitragefreiheit aufgebaut. Die Ableitung erfolgt nach mathematischen Formeln. Dabei hängen die Forward-Sätze vom aktuellen Niveau und der Steilheit der Zinsstrukturkurve ab.

Zugegeben, die Forward-Sätze sind synthetisch erzeugte Zinssätze der Zukunft und treten aufgrund der sich ständig verändernden Marktgegebenheiten nur selten ein. Dennoch ist dies eine anerkannte Methode, um die künftige Entwicklung der Zinssätze voraussagen zu können. Bei den Forward Darlehen gibt es zwei Arten, die es zu unterscheiden gilt. Einerseits gibt es die so genannten „echten“ und „unechten“ Forward Darlehen. Bei echten Forward Darlehen beginnt die Zinsbindung erst mit der Auszahlung des Darlehens zu laufen. Bei unechten Forward Darlehen beginnt die Zinsbindung bereits ab dem Zeitpunkt der Darlehenszusage.

Forward Darlehen sind ein beliebtes Instrument der Zinssicherung im Bereich der Baufinanzierung. Die Zinsbindungen, die erst in den nächsten Jahren auslaufen, können bereits heute mit einem Forward Darlehen hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos abgesichert werden. Die Absicherung erfolgt natürlich nicht zu den üblichen Konditionen im Bereich der Baufinanzierung. Die Konditionen werden nach dem oben aufgeführten Prinzip ermittelt. Ein Forward Darlehen ist eine interessante Lösung für die Einschränkung des Zinsänderungsrisikos zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung. Ein Kreditnehmer hat dabei die absolute Transparenz und Sicherheit für mehrere Jahre im Voraus.
Auch bei Forward Darlehen gilt allerdings, dass die Konditionen unter den Banken verglichen werden sollen.