Baufinanzierung Vergleich zeigt Realisierbarkeit oder hilft, Risiken aufzudecken
Freitag, 15. April 2011Immobilieneigentum dient der privaten Altersvorsorge und ermöglicht das eigengestaltete Wohnen ohne Mietbelastung. Damit die Rechnung aufgeht, ist neben einer eigenen „Bestandsaufnahme“ (also wie ist die eigene Einkommens- bzw. Vermögenssituation, können künftige Zins- und Tilgungszahlungen plus Nebenkosten geschultert werden? usw.) ein detaillierter Vergleich der Finanzierungsangebote erforderlich. Nur wer richtig vergleicht, spart wirklich und minimiert das Risiko eines finanziellen Engpasses während der Darlehenslaufzeit. Empfehlenswert sind immer die Informationsbeschaffung mittels Internet (z.B. über einschlägige Finanz- bzw. Immobilienportale) und / oder die Konsultation eines Fachmannes (z.B. Finanzierungsberater). Die recht komplexen Zusammenhänge, die Terminologie und wichtige Voraussetzungen sowie Tipps und Tricks sollte jeder Bauherr kennen, bevor er sein Vorhaben mit Hilfe eines Kreditinstitutes finanziert.
Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland fast 2000 Kreditinstitute gibt, scheint die Erlangung eines Marktüberblicks schwierig. Da die Baufinanzierung den Einsatz recht erheblicher Mittel fordert, können schon augenscheinlich geringe Einsparungen beim Prozentsatz in der Realität große Euro-Summen bedeuten. Vor dem Baufinanzierung Vergleich sollte geprüft werden, wie die im Antrag zu nennenden Eckdaten möglichst optimal abgestimmt werden können. Ggf. können hier durch Ausnutzung von Förderungen oder durch Berücksichtigung von zu erwartenden Vermögenszuflüssen individuelle Merkmale im Vertrag eingearbeitet werden, die das Risiko eines Zahlungsausfalles minimieren. Oft wird z.B. nicht bedacht, dass die Einkommenssituation zum Zeitpunkt des Antrages in der Zukunft ggf. großen Änderungen unterworfen sein kann.
Hier sind flexibel gestaltete Finanzierungsvereinbarungen (z.B. die Möglichkeit einer Tilgungssatzanpassung oder großzügige Sondertilgungsmöglichkeiten) von Vorteil. Allerdings wirken sich solche Vereinbarungen auch meist auf den angebotenen Zinssatz aus. Ob das Verhältnis der Verteuerung zu Gunsten der individuellen Anpassung tragfähig ist, kann nur nach einer detaillierten Prüfung aller Umstände beurteilt werden.
(Berlin, 01.03.2011) Noch bis vor wenigen Jahren war eine Immobilien- bzw. Baufinanzierung für Ältere jenseits der 50 so gut wie undenkbar. Die Kreditinstitute fürchteten um Ihre langfristigen Tilgungs- und Zinsleistungen und verlangten entweder immense Sicherheitsleistungen oder einen sehr großen Eigenkapitalanteil. Doch nicht nur aufgrund der demographischen Entwicklung ist die Marktlage inzwischen eine andere: Ältere Mitmenschen verfügen in der Regel über mehr Eigenkapital und haben einen gesicherten Lebensstatus. Kann die regelmäßige Zins- und Tilgungsleistung auch im Rentenalter nach aktuellen Berechnungen erbracht werden, ist dies sogar sicherer für die Kreditinstitute als einen jüngeren Kreditnehmer mit wenig Berufserfahrung zu binden.
(Berlin, 18.10.2010) Der finanzierungsbedürftige Bauherr kann aus einer riesigen Auswahl von entsprechenden Angeboten mit unterschiedlichen Konditionen wählen. Auch in einer Niedrigzinsphase wie derzeit kann allerdings auch eine augenscheinlich kleine Differenz (z.B. beim Zins) große Auswirkung haben: Auf die Laufzeit gesehen können die Finanzierungskosten das Zünglein an der Waage sein, das über den Erfolg einer gewählten Finanzierung entscheidet.
(Berlin, 21.06.2010) Die Zinsen für Hypothekenkredite befinden sich nun seit einigen Wochen wieder auf einem historisch niedrigen Niveau, nachdem diese in den letzten Monaten einem wiederholten, kontinuierlichen Verfall unterlegen waren. So ist beispielsweise die DGZF Pfandbriefkurve zuletzt unter den bisherigen relativen Tiefststand von 2005 gefallen. Mittlerweile hat sich allerdings wieder eine moderate Stabilisierung auf diesem niedrigen Niveau angedeutet. Ein weiterer Verfall der Hypothekenzinsen scheint zwar zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit das die Zinsen noch weiter fallen naturgemäß, je tiefer die Zinsen schon gesunken sind. Insofern ist das weitere Abwärtspotential sicherlich begrenzt. Gute Zeiten für Bauherren und Immobilienkäufer!
