Immobilien – Vorteile und Nachteile

Wenn man die Vorteile einer Immobilie als Kapitalanlage betrachtet, liegen diese ganz klar in dem steuerlichen Bereich. Der Staat hat kaum noch Möglichkeiten gelassen seine Steuerlast zu senken und was noch nicht gekürzt wurde, wurde mit Sicherheit schon ganz gestrichen. Wenn Sie realistisch betrachten für wen Sie eigentlich hauptsächlich arbeiten, könnte man schon fast an die Auswanderung in den Dschungel denken. Im Ganzen arbeiten wir die Hälfte des Jahres nur für das Finanzamt (im Durchschnitt genau 53% des Jahres) – lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen "von Januar bis Juni". Und von unserem hart verdienten Nettogehalt zahlen wir dann noch Mehrwert-, Strom-, Öko-, Mineralöl-, Tabak-, Bier-, Vergnügungssteuer usw.

Ein weiterer nicht unwesentlicher Faktor ist, dass wir etwas für unsere Altersversorgung tun müssen und wenn Sie Ihr Geld nicht gerade in Aktien und Aktienfonds stecken wollen – zwar die mit lukrativsten Anlageformen, jedoch auch die Risikoreichsten – oder in Lebensversicherungen, wo Ihr Geld förmlich von Gebühren und der Inflation vernichtet wird, dann ist die fremdfinanzierte Immobilie als Kapitalanlage die Anlageform schlechthin.

Die Vorteile

• Die Sicherheiten

Solide Immobilien erfüllen durch Sicherheit und langfristigen Wertzuwachs die Kriterien für einen Vermögensaufbau wie kaum eine andere Anlagealternative. Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass Sachwerte immer Geldwerte schlagen – Geldwerte werden förmlich von der Inflation bzw. Deflation vernichtet, wohingegen Immobilien von der Inflation sogar profitieren können. Immobilien sind echte Werte, die inflationsgeschützt und krisenfest sind. Mit einer Immobilie ist man bis in hohe Alter kreditwürdig!

• Die Rendite

Die Rendite einer Immobilie ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Lage, Ausstattung sowie Vermietbarkeit des Objekts sind von entscheidender Wichtigkeit. Ist die Immobilie im Stadtzentrum gelegen, kann man mit einem hohen Wertzuwachs rechnen. Und nicht nur das, denn die Mieteinnahmen werden entsprechend hoch ausfallen. Die Mietrendite, auch Sofortrendite bezeichnet – da der Käufe diese für sein eingesetztes Kapital erhält – beträgt durchschnittlich 3,5 - 5 % p. a. Die durchschnittliche Wertsteigerung einer Immobilie beträgt ca. 2 % p. a. und hängt zusammen mit der Inflationsrate. Ein Käufer muss für den gleichen Sachwert Jahr für Jahr mehr Geld für den Kauf einer aufbringen. Außerdem ist das derzeitige Zinsniveau von großer Bedeutung, wenn man in eine fremd vermietete Immobilie investiert. Sicherlich können die Jahreserträge von Aktien und Aktienfonds höher ausfallen. Vorausgesetzt man hat ein glückliches Händchen und ist der Finanzexperte auf diesem Gebiet. Aber das Risiko – alles zu verlieren – ist weit höher. Bei der Investition in eine Immobilie bleibt Ihnen dieser Schrecken erspart. Denn die Immobilie zeichnet sich durch Sicherheit, Inflationsschutz, langfristige Wertsteigerung und steuerlicher Vorteile aus.

• Der steuerliche Aspekt

Durch die Investition in eine Immobilie hat man in der Regel enorme Steuervorteile. Erstens können die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten direkt als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Zweitens kann man erhöhte Abschreibungen geltend machen, deren Höhe durch unterschiedliche Investitionsarten variiert. Bei Denkmalschutzimmobilien, die nach § 7i Einkommensteuergesetz geltend gemacht werden, sieht es folgendermaßen aus: Wer Wohnraum für Dritte in einer Denkmalschutz-Immobilie schafft, kann neben der allgemeinen Abschreibung innerhalb von zwölf Jahren auch die Sanierungskosten komplett abschreiben. Je höher der Sanierungsanteil ist, desto höher sind auch die anzusetzenden Werbungskosten. Rein steuerlich gesehen ist die Denkmalschutzimmobilie in Sachen "Steuern sparen" der absolute Hit. 

Die Nachteile

• Nur langfristig gesehen ist eine Immobilie eine attraktive Anlage

Die Investition in eine Immobilie und die daraus resultierenden steuerlichen Vorteile müssen langfristig betrachtet werden, um den vollen Nutzen daraus ziehen zu können. Der Staat fördert die Anschaffung einer Immobilie in steuerlicher Hinsicht, allerdings besteht eine Frist für private Veräußerungsgewinne. Der frühzeitige Verkauf der Immobilie könnte die bereits erhaltenen Vorteile wieder wettmachen. Daher sollte der Kauf einer Immobilie gut durchdacht und auf langfristige Sicht sein. Die Frist für private Veräußerungsgewinne ist unter §23 Abs. 1 Nr. 1 EStG festgehalten. Wenn man eine fremd vermietete Immobilien nicht mindestens 10 Jahre lang besitzt, dann müssen die Veräußerungsgewinne versteuert werden. Bindend ist hier das Datum des Kaufvertrags.

 

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