Immobilien – Checkliste

Der Immobilienkauf sollte nicht spontan erfolgen, er sollte auf alle wichtigen Faktoren hin bedacht und analysiert werden. Denn eine Immobilieninvestiton ist eine langfristige Investition. Die Vor- und Nachteile sollten gegenübergestellt werden und nicht nur das – die Einbeziehung von Fachleuten ist unabdingbar, den durch die langjährige Erfahrung und das Expertenwissen kann ein Fehlkauf zu 95% ausgeschlossen werden.

Folgend finden Sie Hinweise, die Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen sollen. Benutzen Sie diese als Checkliste und Sie werden feststellen, dass Sie so nicht das Ruder aus der Hand verlieren.

1. Nehmen Sie sich Zeit, denn in der Ruhe liegt die Kraft

Lassen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung, denn die Entscheidung über den Kauf einer Immobilie muss wohl überlegt und vor allem lange geplant sein. Klären Sie die steuerlichen Aspekte mit einem Steuerfachexperten ab, sodass Sie sich auch für die richtige Immobilie letztendlich entscheiden. Man unterscheidet da zwischen Neubau-, Bestands- und Denkmalschutzimmobilie. Holen Sie sich mehrere Angebote ein und vergleichen diese gemeinsam mit Fachleuten – so können Sie sicher sein, dass Sie auch eine Qualitätsimmobilie erwerben und diese Ihre Voraussetzungen erfüllt.

Jedenfalls sollten Sie sich vor niemanden zu einer Entscheidung drängen lassen. Die Immobilie als Kapitalanlage ist wie gesagt, langfristig anzusehen. Auf jeden Fall sollten Sie das Objekt besichtigt haben und alle wichtigen Entscheidungsfaktoren mit Ihrem Fachexperten geklärt haben und Sie sollten Fachexperten meiden, die überhastet auf eine Objekt-Reservierung oder einen Notartermin drängen.

Fazit: Nehmen Sie sich genügend Zeit und lassen sich nicht überrumpeln!

2. Die Besichtigung der Immobilie

Nehmen Sie auf jeden Fall einen Besichtigungstermin wahr. Das mag zwar für Sie merkwürdig klingen, es gibt aber eine Vielzahl von Personen, die eine Immobilie – gerade wenn diese als Kapitalinvestition geplant ist – reservieren und kaufen, ohne diese jemals gesehen zu haben. Prospekte und Broschüren sind zwar schön anzusehen, doch eine Live-Besichtigung der Umgebung und Infrastruktur, die absolut einen großen Einfluss auf die Wertsteigerung und Rendite haben, darf auf keinen Fall unterlassen werden.

Warum hört man eine Vielzahl Personen klagen, die ihr Geld in den Sand gesetzt haben, weil die Immobilie überteuert, in einem schlechten Zustand (schlechte Bausubstanz) war oder ein grausames Umfeld hatte usw. Diese Personen haben weder diese noch eine andere Checkliste zur Hilfe genommen und haben sich nicht mit einem Fachmann das Objekt angeschaut, der im Vorhinein schon eventuelle Mängel erkennt.

Fazit: Nehmen Sie auf jeden Fall einen Besichtigungstermin war, auch wenn das Objekt mehrere Kilometer entfernt ist. Prospekte können lügen, Augen nicht! Betrachten Sie das Umfeld inkl. der Infrastruktur. (Viele seriöse Anbieter erstatten Ihnen auch die Fahrkosten, wenn es anschließend zum Kauf kommt (bitte bestätigen lassen).

3. Die Lage

Das mit wichtigste Kriterium ist die Lage der Immobilie, denn diese ist unabänderlich. Deshalb besichtigen Sie das Objekt und die Umgebung und besorgen Sie sich Fakten über die Stadt bzw. Region. Heutzutage dürfte dies dank des Internets kein Problem mehr darstellen. Die Lage des Objekts hat einen großen Einfluss auf die erzielbare Miete, der Wertsteigerung sowie der Rendite.

Mit zu den wichtigsten Metropolen Deutschlands gehören in den alten Bundesländern Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Frankfurt am Main und in den neuen Bundesländern die Städte Leipzig, Dresden und Potsdam.

Welche Faktoren des Standorts müssen betrachtet werden?

Die Stadt: Gibt es dort viel Industrie, die genügend Arbeitsplätze hergibt? Wie hoch ist der prozentuale Anteil der Arbeitslosen? Wie könnten die Zukunftsaussichten der Region sein (siedeln neue Firmen an, Arbeitsplatzerhaltung etc.)

Der Bezirk: Welchen Ruf genießt der Bezirk? Schauen Sie sich um und versuchen die Nachbarschaft zu beurteilen. Ist die Infrastruktur genügend ausgebaut, wie z. B. öffentliche Einrichtungen sprich Kindergärten und Schulen, U-Bahn, Bus- oder Straßenbahnverkehr, wie sind die Einkaufsmöglichkeiten, findet man naheliegend ausreichende ärztliche Versorgung, Postämter, Banken, gibt es kulturelle Angebote sowie Freizeiteinrichtungen etc.

Ruhe/Lärm: Wie hoch ist die Lärmbelästigung? Würden Sie dort selbst wohnen wollen?

Parkplatzangebot: Gehört zu dem Objekt ein Parkplatz oder hat man die Möglichkeit einen in der Nähe zu mieten? Wie lange dauert die Parkplatzsuche?

Wie Sie sehen, ist es ziemlich aufwendig und zeitraubend die richtige Lage der Immobilie einzuschätzen. Bei Dienstleistungsunternehmen, die die Aussage treffen: "Bei uns gibt es nur hochwertige Immobilien in Top-Lagen", wäre man doch eher vorsichtig und holt sich noch eine zweite Meinung!

Die Frage, die sich noch stellt, ist wer ist Ihre Zielgruppe und wie hoch sind die durchschnittlichen Mietsteigerungen in dieser Region? Eine Lage, die Sie wählen würden, um dort selbst zu wohnen, muss nicht den Wünschen Ihrer Zielgruppe entsprechen!

Fazit: Checken Sie die Lage bis ins Detail und lassen Sie sich nichts vorgaukeln! Die Lage einer Immobilie hat großen Einfluss auf die Wertsteigerung, erzielbar Miete und Rendite.

4. Die Qualität der Immobilie

Die Qualität der Immobilie ist das wichtigste Kriterium und als Laie mit am schwierigsten zu beurteilen. Wie ist die Beschaffenheit der Bausubstanz? Ziehen Sie einen Experten zurate, denn bei einer Immobilie ist es wie beim Gebraucht-Autokauf – denn nicht alles, was glänzt, ist auch Gold. Beim Altbau beispielsweise wäre der allgemeine Hauszustand zu überprüfen, die Gefahr liegt in zukünftigen oder auch überfälligen Reparaturen, die sich angestaut haben. Bei Neubauten und sanierten Altbauten, die unter Denkmalschutz stehen, wäre eine intensive Prüfung der Baubeschreibung notwendig. Liegt für diese Arbeiten ein TÜV Zertifikat vor? Wurde die Denkmalimmobilie auch nach den Richtlinien des Denkmalschutzes wiederhergestellt und da wären wir bei dem nächsten Faktor, dem Bauträger. Wie lange ist der Bauträger schon auf dem Markt? Gibt es eine umfassende Dokumentation über die Wiederherstellung der Immobilie. Wie lange ist (noch) der Haftungszeitraum des Bauträgers? In der Regel beträgt dieser 5 Jahre für die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen? Wie sieht es aus mit Referenzobjekten des Bauträgers, gibt es welche und welchen Ruf genießt er auf dem Markt?

Fazit: Die Qualitätsbeurteilung einer Immobilie sollte der Laie nicht alleine durchführen. Denken Sie an das Autogetriebe, das nach 2 Monaten die Zähne knirschen lässt.

 

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